Private Krankenversicherung Central erhöht die Preise

Private Krankenversicherung Central erhöht die Preise

Private Krankenversicherung Central erhöht die Preise

Bei der Central Krankenversicherung stehen drastische Prämienerhöhungen an. Der Versicherer hat seine Vermittler darüber informiert, dass die Beiträge im Jahr 2012 im zweistelligen Bereich zulegen werden. Vom Segment der Billigpolicen hat sich das Unternehmen inzwischen verabschiedet. von Ilse Schlingensiepen

Die Kunden der zum Generali-Konzern gehörenden Central Krankenversicherung müssen sich auf kräftige Preiserhöhungen einstellen. Der fünftgrößte private Krankenversicherer hat seine Vermittler informiert, dass 2012 „deutliche Beitragserhöhungen“ anstehen. Die Prämien sollen im zweistelligen Bereich zulegen. Bei einzelnen Tarifen droht eine Steigerung um stolze 20 Prozent, bei anderen sind es im Schnitt 10 Prozent. Für genauere Angaben sei es jetzt noch zu früh, sagte ein Sprecher. Anfang 2011 hatte die Central die Prämien bereits im Schnitt um 6,5 Prozent angehoben.

Der Kölner Versicherer folgt dem Beispiel des Marktführers DKV und steigt aus den Billigtarifen aus. Seit Montag verkauft er keine solchen Tarife mehr. „Wir werden uns zukünftig auf das höherwertige Preissegment konzentrieren“, sagte Vorstandschef Heinz Teuscher. „Wir wollten Kunden über Einsteigertarife für höherwertige Tarife gewinnen. Das ist jedoch nicht eingetreten.“ Außerdem hat die Central über die Billigtarife überdurchschnittlich viele Kunden angezogen, die ihre Beiträge nicht bezahlen. Genaue Zahlen nennt der Versicherer allerdings nicht. Der hohe Anteil der Nichtzahler liegt unter anderem daran, dass der Versicherer mehr Selbstständige versichert als der Marktdurchschnitt. Die Billigtarife hatten viele Selbstständige mit geringem Einkommen gewählt, die inzwischen ihre Beiträge schuldig bleiben. Auch mit der Leistungsentwicklung bei diesen Policen ist die Central nicht zufrieden.

Künftig will der Kölner Versicherer einen stärkeren Fokus auf die Zusatzversicherungen legen.

 

Quelle: FTD vom 01.08.2011

2011 Financial Times Deutschland

Share this post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


%d Bloggern gefällt das: