PKV News | Die profitabelsten und kostengünstigsten Krankenversicherer

PKV News | Die profitabelsten und kostengünstigsten Krankenversicherer

Im Schnitt der Jahre 2004 bis 2009 weist die DEVK die höchste versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote unter den privaten Krankenversicherern auf, die Mannheimer die geringste. Bei der Verwaltungskostenquote liegt die HUK-Coburg vorne, während die DEVK hier auf den schlechtesten Wert kommt. Das zeigt das M-Rating in der PKV im Map-Report 761.

Im Schnitt der Jahre 2004 bis 2009 weist die DEVK die höchste versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote unter den privaten Krankenversicherern auf, die Mannheimer die geringste. Bei der Verwaltungskostenquote liegt die HUK-Coburg vorne, während die DEVK hier auf den schlechtesten Wert kommt. Das zeigt das M-Rating in der PKV im Map-Report 761.

Eine große Rolle im Wettbewerb zwischen den Versicherern untereinander und mit der gesetzlichen Krankenversicherung spielen die Kosten. Dabei hängen die Abschlusskosten direkt mit dem Neugeschäft und somit auch mit dem für Krankenversicherer wichtigen Wachstum zusammen. Die Verwaltungskosten belasten die Kalkulation hingegen unabhängig vom Wachstum.

„Niedrige Verwaltungskosten erfreuen sich in der Presse seit jeher einer besonderen Aufmerksamkeit, mit Lob für die vermeintlich kostengünstig arbeitenden Versicherer“, stellt Map-Report-Chefredakteur Manfred Poweleit im Map-Report 761 heraus.

Oft werde dabei übersehen, dass auch noch andere Kosten wie etwa Aufwendungen für Kapitalanlagen, für Schadenregulierung oder eben Abschlusskosten anfallen. Wenn an den Verwaltungskosten etwas gedreht werden solle, ist es Poweleits Ansicht nach „sicher nicht erforderlich, das Rad neu zu erfinden. Nichtsdestotrotz ist die Verwaltungskostenquote eine interessante Kennzahl.“

Sparsam haushalten konnten längst nicht alle Anbieter

Kostenführer ist hier seit einigen Jahren die HUK-Coburg, die auch im Jahr 2009 wieder unter einem Prozent blieb. Auch wenn bei jeder Quote hinterfragt werden muss, wie diese zustande gekommen ist, ist der Wert der HUK-Coburg dennoch ein Benchmark.

Auch auf Zwölfjahressicht weist die HUK-Coburg den besten Wert auf. Im Schnitt der Jahre 1998 bis 2009 machen die Brutto-Verwaltungsaufwendungen 1,20 Prozent der verdienten Bruttobeiträge aus. Niedrige Verwaltungskostenquoten zwischen ein und zwei Prozent gab es auch bei der SDK, der Debeka, der Alten Oldenburger und der Landeskrankenhilfe.

Mit über fünf Prozent auf die höchsten Werte kommen die Inter und die DEVK, während die Mannheimer knapp darunter liegt. Mehr als vier Cent pro verdientem Beitragseuro gehen darüber hinaus bei der Nürnberger und bei dem Deutschen Ring für Verwaltungskosten drauf. Der Durchschnittswert liegt bei fast drei Prozent.

Kosten rauf, Erträge runter

Wie der Map-Report 754-756 aufgezeigt hat, fiel im Jahr 2009 die Verwaltungskostenquote in der PKV-Branche leicht auf 2,55 Prozent, während die Schadenquote um fast zwei Prozentpunkte auf 79,3 Prozent und die Abschlusskostenquote um 0,15 Prozentpunkte auf 8,50 Prozent anstieg. Das hatte auch Auswirkungen auf die versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote, die um über einen Prozentpunkt auf so gerade eben noch acht Prozent nachgab (VersicherungsJournal 30.11.2010).

Die versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote nach dem Kennzahlenkatalog der privaten Krankenversicherung ist ein Indikator für die Ertragsstärke eines privaten Krankenversicherers. Sie gibt an, wie viel Prozent der verdienten Bruttobeiträge nach Abzug der Schaden-, Verwaltungs- und Abschlussaufwendungen übrig bleiben.

Die profitabelsten Krankenversicherer

Im Schnitt der Jahre 2004 bis 2009 liegt diese Quote mit 9,85 Prozent um fast zwei Prozentpunkte höher. Mit weit über 18 Prozent als besonders ertragsstark zeigte sich die DEVK. Auf einen Wert von fast 16 Prozent kommt die Landeskrankenhilfe vor der Concordia mit knapp über und der R+V sowie der Alten Oldenburger mit knapp unter 14 Prozent. Bei zwölf weiteren Anbietern war der versicherungstechnische Gewinn größer als ein Zehntel der verdienten Bruttobeiträge.

Am anderen Ende der Rangliste wieder finden sich die Mannheimer mit knapp unter und die Bayerische Beamtenkrankenkasse und die Continentale mit knapp über sechs Prozent. Auch die HUK-Coburg und ihre Tochtergesellschaft Pax-Familienfürsorge blieben mit knapp über sieben Prozent deutlich hinter dem Marktdurchschnitt zurück.

Quell:  VersicherungsJournal vom 28.01.2011

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